zur Navigation Inhalt überspringen Schiwoche - Langlauf im Böhmerwald vom 03. bis 10. Feber 2018

Der böhmische Winter hat mich, im wörtlichen Sinne, kalt erwischt. Seit 2012 gehe ich regelmäßig zum Langlaufen, bislang aber immer im März. Doch mit vielen "Zwiebelschalen" übereinander konnte ich die zauberhafte Winterlandschaft auch bei knackigen Minustemperaturen genießen. Die BegleitläuferInnen haben sie mir beschrieben: Raureif an den Bäumen und winzige kleine Fichten auf dem Boden. Fichte sticht - ich hab's ausprobiert - Tanne nicht. Mir hat es gutgetan, dass ich meine Loipe und damit den Schwierigkeitsgrad selber wählen konnte. Am Ende der Woche war ich dann so richtig in Schwung.

Welche Klänge den Böhmerwald im Frühling erfüllen werden, davon bekamen wir am Mittwochnachmittag einen Eindruck. Reinhold Petz führte uns durch die Ausstellung "Die Vogelwelt des Böhmerwaldes". 600 Exponate können dort betrachtet werden. Es waren spannende Geschichten, die wir da zu hören bekamen, über Turmfalken und Graureiher und viele andere mehr. Einige Vogelstimmen wurden eingespielt.

Um das Gleichgewicht im Wald zu regulieren, müssen einzelne Tiere abgeschossen werden. Darüber erfuhren wir einiges am Montagabend, als die Jäger aus Rohrbach da waren. Sie bliesen uns die einzelnen Jagdsignale vor "Hase tot/Hirsch tot", "Jäger zum Sammelpunkt zurück". Diese Signale sind international, damit der Fürst von Soundso, wenn er seinen Vetter weit weg in Europa besuchte, dort auch auf die Jagd gehen konnte. Es ist doch schön, dass es auch im Handyzeitalter diese Signale noch gibt.

Am Dienstagabend war Hans Veit da, der fröhlich für uns und mit uns gesungen hat. Am Mittwochabend ging es dann gleich musikalisch weiter: Professor Wlasati erzählte kabarettistische Mundartgeschichterln und die beiden Brüder Peter und Wolfgang spielten zwischendurch so gekonnt auf der Gitarre, dass ich die Musik zuerst von einer CD wähnte.

Am Freitagabend schließlich feierten wir einen kleinen Gottesdienst mit unserem Blindenseelsorger Franz Lindorfer, der sich auch danach noch Zeit für uns nahm. Ein herzliches Dankeschön möchte ich allen sagen, die zum Gelingen dieser wunderschönen Freizeitwoche beigetragen haben: den BegleitläufernInnen, allen, die zur Abendgestaltung beigetragen haben, allen, die ihre gute Laune eingebracht haben und vor allem Hermi, der Gruppenmutter für die Brotzeitteller und ihre Fürsorge, dem August Wolfsegger für die Leitung der Gruppe, die Morgengymnastik und die geistlichen Beiträge und last not least unserem Herbergsvater Franz für die wirklich hervorragende Bewirtung!

Franzis C., blind