Möge dich heute ein Wort wie ein Lichtstrahl begleiten,
der deine Augen zum Leuchten bringt.aus Irland
P. Wilfried wurde heuer für seine Tätigkeit mit blinden und sehbehinderten Menschen vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund ausgezeichnet - unsere herzlichsten Glückwünsche!
Liebe Freunde!
Dieses Jahr war bisher für mich ein sehr bewegtes Jahr. Ich habe die Arbeit
in der Blindenpastoral als sehr bereichernd erlebt. Bei der Langlaufwoche im
Böhmerwald war ich wieder zu Gast, und ich habe wieder Freunde angetroffen,
mit denen mich schon einiges verbindet.
Im April habe ich erfahren, dass für mich ein pfarrlicher Wechsel
vorgesehen ist. Ich bin dazu bestimmt worden, ab September in der Pfarre
Sarleinsbach als Pfarrer zu wirken und die Pfarre Putzleinsdorf als
Pfarrprovisor zu betreuen. Das bedeutete natürlich für mich, mich von
meiner bisherigen Pfarre Haslach zu verabschieden und mit den neuen Pfarren
vertraut zu werden.
Bei meiner Verabschiedung von Haslach habe ich sehr viel Dankbarkeit von den
Menschen erlebt, auch den Schmerz des Abschied-Nehmens. Denn ich war nach 16
Jahren schon fest in Haslach verwurzelt, ich habe die Menschen schätzen
gelernt, und auch die Leute haben mich voll als ihren Seelsorger akzeptiert und
geschätzt.
Auch für mich selbst habe ich sehr viel Dankbarkeit gespürt. Ich
konnte in diesen Jahren des Wirkens als Seelsorger menschlich und auch
spirituell wachsen. Dafür bin ich sehr dankbar - allen Menschen, die dazu
beigetragen haben, dass ich wachsen konnte, und vor allem Gott, der alles
Wachstum im geistigen und menschlichen Bereich möglich macht.
In den vier Tagen vor meiner Verabschiedung war ich mit einer kleinen Gruppe von
Haslachern auf einer Fußwallfahrt nach Maria Alm. Trotz des
ungünstigen Wetters war diese Wallfahrt ein beeindruckendes Erlebnis.
Am 9. September bin ich in Sarleinsbach in mein Amt als Pfarrer eingeführt
worden. Ich habe also die ersten Wochen meines Wirkens in den neuen Pfarren
hinter mir. Die Menschen haben mich sehr freundlich aufgenommen. Trotzdem ist es
nicht ganz einfach, irgendwo ganz neu beginnen zu müssen, denn mir ist noch
alles sehr unbekannt, und es braucht einfach Zeit, bis man so richtig mit den
neuen Begebenheiten vertraut ist. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es für
mich eine gute Zeit werden wird. Und ich hoffe, dass mir bald wieder mehr Zeit
bleiben wird, um mich auch der Blindenseelsorge noch mehr widmen zu
können.
Ich wünsche, dass sich alle an viele positive Erfahrungen erinnern und
dafür dankbar sein können!
Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.
In deinem Leben wirst du mit Mühe und Fleiß, aber auch dem Segen
von oben, einen Apfelbaum setzen. - Einen Apfelbaum, der wächst und reift,
bis seine Früchte genießbar sind.
Und hin und wieder ist es gut, in seinen Zweigen ein Nest zu bauen,
um deine Träume und Sehnsüchte, dein Lachen und Weinen, dein
Fragen und Hoffen
an bunte Drachen zu binden, die geradewegs zum Himmel
steigen.
Ich wünsche dir,
dass du die schönen Augenblicke und Begegnungen,
die dir im Laufe dieses Jahres geschenkt werden,
von ganzem Herzen genießen kannst.
Mögen sich diese hellen Momente zu einer Lichtbrücke zusammenfügen,
um dich über dunkle Erfahrungen hinweg zu tragen,
damit dir das Liebenswerte in Erinnerung bleibt.
Reich ist, wer ein Du hat zu Austausch und Miteinander,
das den Geist beflügelt und den Lebensmut
stärkt.
Es genügt das Fehlen eines einzigen Sterns, dass die Karawane die Richtung verliert.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.
Deine Worte ...
Sonnenstrahlen, die das Eis schmelzen
Lichter, die die dunkle Nacht erhellen
Regentropfen, die reinigend wirken
Winde, die angenehm kühlen
Gut, dass es den Sommer gibt,
so spüre ich auch in der Kälte meiner eigenen Haut seinen warmen
Atem.
Gut, dass es den Tag gibt,
so spüre ich auch in der Nacht meines einmaligen Lebens seine
Morgenröte erstehen.
Gut, dass es Licht gibt,
so spüre ich auch im Dunkeln meiner geschlossenen Augen seinen leuchtenden
Glanz.
Gut, dass es die Liebe gibt,
so spüre ich auch in der Einsamkeit meines sehnenden Herzens ihre
endgültige Kraft.
Was du genießt von Tag zu Tag, das ist dein Reichtum.
Ein gutes Wort bringt drei Monate Wärme und lässt selbst frostige Tage überstehen.
Die Freude, die wir ausstrahlen, ist gleich den Wasserringen in einem
Teich;
sie breiten sich aus, um auf uns
zurückzufallen.
Wir dürfen dem Leben vertrauen, auch wenn wir immer nur den einen
Moment haben.
Vertrauen wir dem nächsten Moment, weil in ihm die Welt neu beginnt.
Lernen wir aus dem Gewesenen, und es kann uns gelingen, das Kommende so zu
gestalten, dass wir uns in ihm wohlfühlen.
Ich wünsche dir ...
dass in dir eine Hoffnung wächst, so stark wie ein Baum;
eine Hoffnung, die das Unkraut unschöner Erfahrungen überdeckt,
der Wind und Wetter nichts anhaben kann;
eine Hoffnung, die auch der Kälte und dem Frost trotzt, weil sie im
tiefsten Inneren weiß,
dass eines Tages wieder laue Winde wehen,
die neue Blätter treiben und Knospen zum Erblühen
bringen.
Die eigentlichen Geschenke des Lebens werden meist in der Stille überreicht -
Ich wünsche dir die Sonne in menschlichen Begegnungen;
durch die Glut der Achtung und Liebe wird das Leben
erhellt.
Mit diesem Text wünsche ich uns, dass wir ein bisschen Sonne aus unseren Wochen mit in unseren Alltag nehmen können, dass wir Licht, Wärme und Zuwendung immer wieder spüren dürfen! Viel Gutes und Gottes Segen - bis zum nächsten Jahr!
Ein herzliches Danke allen, die mitgeholfen haben, dass unsere Wochen wieder als Wochen der Begegnung, der Freude und des Miteinander erlebt werden konnten! Auf eine weitere gute Zusammenarbeit freut sich
Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen, dort, wo wir gemeinsam
unterwegs waren.
Habe ich dort einen Platz gefunden, werde ich immer bei euch
sein.